Charlotte Wielage zeigt „Photonen“ im Kunstzentrum Koppelschleuse
Meppen. Der Meppener Kunstkreis e.V. präsentiert vom 29. August bis 18. Oktober 2026 die Ausstellung „Photonen“ der Künstlerin Charlotte Wielage im Kunstzentrum Koppelschleuse. Die Ausstellung widmet sich der Frage, wie Licht unsere Wahrnehmung von Farbe und Raum formt und wie Sichtbarkeit überhaupt entsteht.
Ausgangspunkt der Arbeiten sind Photonen – die kleinsten Einheiten des Lichts. Für Charlotte Wielage werden sie zum Sinnbild eines künstlerischen Prozesses, in dem Licht nicht nur beleuchtet, sondern Räume entstehen lässt und Wahrnehmung verändert. Ihre Werke greifen die klassische Lasurtechnik auf und übersetzen sie in eine zeitgenössische Formensprache. Statt traditioneller Malmittel verwendet die Künstlerin alltägliche Materialien wie Klebestreifen und Tusche. Durch zahlreiche Schichtungen entstehen transparente Farbräume von großer Leuchtkraft, die an historische Kirchenfenster erinnern und sich mit wechselndem Lichteinfall ständig verändern.
Die Arbeiten bewegen sich zwischen Illusion und Wirklichkeit. Farbe wird dabei nicht allein als Oberfläche verstanden, sondern als räumliche Erfahrung, die sich erst im Zusammenspiel von Werk, Licht und Betrachtenden vollständig entfaltet.
Besonders im Ausstellungsraum entwickeln die Arbeiten ihre Wirkung. Die auf Glas aufgebauten Strukturen reagieren sensibel auf das einfallende Licht und ihre Umgebung. Farbige Schatten, Spiegelungen und Überlagerungen erweitern die Werke über ihre materiellen Grenzen hinaus und beziehen den Raum unmittelbar in das künstlerische Geschehen ein. Raum erscheint so nicht als statische Größe, sondern als etwas, das durch Licht immer wieder neu erzeugt wird.
„Photonen“ versteht Licht als verbindendes Medium zwischen Material, Raum und Wahrnehmung. Es strukturiert die Arbeiten, aktiviert ihre Oberflächen und verändert ihre Erscheinung im Moment des Betrachtens. Die Ausstellung lädt dazu ein, die Wechselwirkungen von Licht, Transparenz und Farbe bewusst zu erleben und den Ausstellungsraum aus immer neuen Perspektiven zu entdecken.
Der Meppener Kunstkreis lädt alle Interessierten zur Eröffnung der Ausstellung am 28. August um 19 Uhr herzlich ein. Zur Eröffnung spricht Kolja Steinrötter von der Galerie FB69.
Die Ausstellung wird von der Emsländischen Landschaft e.V. für die Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim gefördert.
26. Juni – 16. August
ART 2026. Mitgliederausstellung des Meppener Kunstkreises
Der Meppener Kunstkreis lädt alle zwei Jahre zu einer Mitgliederausstellung ein.
Im Rahmen der Ausstellung präsentieren sich die kunstschaffenden Mitglieder einer breiten Öffentlichkeit und geben so einen Eindruck in ihre künstlerische Arbeit.
Gezeigt werden Werke aus den Bereichen Bildhauerei, Fotografie, Grafik, Keramik und Malerei. Die Arbeiten zeigen, wie persönlich und unterschiedlich die einzelnen Künstler ihre Welt sehen und begreifen und sie in ihren Werken darstellen und wiedergeben.
Es entsteht so eine einzigartige Ausstellung, die die Bandbreite des Kunstverständnisses im Meppener Kunstkreis und unter den Mitgliedern aufzeigt.
Ort: Kunstzentrum Koppelschleuse
Eintritt: frei
Zur Eröffnung der Ausstellung „Zwei Zeiten – Malerei und Zeichnung“ am 30. Januar um 19 Uhr lädt der Meppener Kunstkreis alle Interessierten herzlich ein. Gezeigt werden Zeichnungen und großformatige Malereien von Rüdiger Barharn im Kunstzentrum Koppelschleuse.
Die Ausstellung umfasst zwei Werkphasen des Künstlers Rüdiger Barharn, die sich im Spannungsfeld des Gegenübers bewegen. Die erste Phase besteht aus großformatigen Bildern aus den Jahren 1998 bis 2007, auf Leinwand gemalt, die auf einer ersten, der gegenständlichen Ebene, unterschiedliche Räume thematisieren. Bespielt und ausgestattet mit diversen Dingen, wie Fernseher, Monitore, Scheinwerfer, Stühle, Sessel, Hütten oder Zelte, werden sie zu Räumen der Begegnung, zu Räumen des Gesprächs, zu gesellschaftlichen Räumen – zu Räumen des Daseins.
In der zweiten Phase, die Bilder von 2023 bis 2025, dem aktuellen Werkzyklus, hat Barharn in einer freien, assoziativen Malerei eine erneute Inszenierung von Räumen geschaffen, diesmal auf einer durchgehend abstrakten Ebene, die sich teilweise zu reinen Farbräumen entwickelt.
„Zwei Zeiten“ setzt zwei Abschnitte eines Gesamtwerkes in einer Ausstellung zueinander, mit einem Abstand von rund 25 Jahren, die mehr Verbindungen und Kontinuität aufweist als Gegensätzlichkeit und Distanz.
In beiden Werkzyklen erarbeitet Barharn die Thematik einer Gleichzeitigkeit im Bild vom Verborgenen und vom Erscheinen der Welt, zwischen den Momenten des Erahnens und des Erinnerns. Und sie zeigen, was Malerei bedingt: zuallererst Bewegung zu sein, die Darstellung, Austausch und Vermittlung erzeugt.
Rüdiger Barharn hat an der Hochschule der Künste, Berlin (heute Universität der Künste) Malerei studiert und war Meisterschüler bei Prof. Bernd Koberling. 1982 erhielt er den Villa Minimo Preis des Kunstvereins Hannover. Es folgten Arbeitsstipendien des Landes Niedersachsen, Lehraufträge für künstlerische Grundlagen an den Hochschulen Vechta und Düsseldorf.
Antonia Klostermann wird in die Ausstellung, die bis zum 29. März zu sehen ist, einführen. Gefördert wird die Ausstellung durch die Sparkasse Emsland.
Öffnungszeiten: Di, Do und Sa 14.30 – 17.00 Uhr, So 11.00 – 17.00 Uhr
Kunstzentrum Koppelschleuse
An der Koppelschleuse 19
49716 Meppen